7/31/2012

Zurück im staub

Wir sind gesund und munter wieder aus der selva central zurückgekehrt, um einige erfahrungen und unzählige momente des staunens reicher. Vor lauter staunen blieb einem da des öfteren mal der mund offen, oder aber vor lauter stöhnen. Die grob 400 höhenmeter die von der hütte zur hügelkuppel zu bewältigen waren strengen ganz schön an, vor allem bei rund 26 grad und fliegetier en masse. Es geht aber auch andersrum ordentlich in die beine. Bis ins nächste pueblito, wo es schoki und inca kola gibt, aber immernoch kein handynetz, strom oder warmes wasser, (geschweige denn ein klo), steigt man ne 3/4 h hinab, da gibts dann ordentlich zehendrücken. Aber am schönsten ist immer, wenn man irgendwo ankommt, in die augen dieser winzigen, braungebrannten, muskulösen menschen blickt und einfach diese gùte darin entdeckt. Denn auch wenn sie in unseren augen vllt nicht in zivilisation leben, sind sie vielen doch in einem voraus. Lebensfreude und gemeinschaftsgeist. Die alten können kaum noch laufen aber tanzen sonntags  am spielfeldrand zu traditioneller musik wenn die jungen flotten jungs - na klar: fussball spielen :)
Ausser diesen erstaunlichen menschen gab es 2  h abseits des nächsten handysignals aber noch viel mehr zu entdecken.
1. Kaffee (den ich mit grösster freude sogar selbst geerntet hab, es ist ungelogen der beste kaffee dort in chinchasuyo!!!)
2. Das natürlichste essen das man sich denkn kann. Am besten ist pachamanca: papas, camote y yuca in ein erdloch mit heissen steinen, darauf dad fleisch des frisch zerlegten hausbocks, der zur feier des besuchs sein glückliches leben lassen musste. Dadrauf bananenblätter und viel rote lehmige  erde und nach knapp zwei stunden gibts happa happa. Hände reichen, kann man ja alles knabbern/ nagen :) und dazu kommt die tia und der primo von oben und rechts und der bekannte von dem monte gegenüber. :) wie schön das war!
3. Pumas, affen, wölfe und kleinvieh, dessen peruanische namen alle mit ch anfangen und nach einigen rr s wieder mit cha aufhòren. Ausserdem handtellergrosse schmetterlinge in der farbe des morgenhimmels, bunte pajaros und jedemenge hühner und gallos, deren gesang sich ab ca. 04:50 zu einem chorkonzert entwickelt, das über das ganze tal erschallt. Und noch viel mehr tiere.
4. Achote, papa de la selva, ein haufen unscheinbarer heilpflanzen und genausoviele wunderschöne blüterchens. Wilde orchideas, z. B :)
5. Wege.besser gesagt. Trampelpfade. Strassen gibts hier nicht, die sind bei denregenfällen im letzten winter verschüttet worden. Das haben wir heute zu spüren bekommen, als wir uns einfach total verfranzt haben und immer weiter reingelaufen sind, um dann nach 3 1/2 h fussmarsch auf unsichtbaren wegen und nur por gracias a un hombre de dios im nächsten dörfle mit lastwagenanschluss ankommen konnten.
Hui.
Okay diese liste könnte man jetzt seehr seehr lang weiterühren, aber nachdem ich jetzt schon fast 24 h überstock und stein und ticlio auf den beinen bin, zieht mich die bettruhe geradezu magisch an. Fotos werden leider rar ausfallen, da kalle zur krönung des tages von einem spitzbub nahe einer sehr dunklen, sehr stinkenden seitengasse in lima die kamera mit allen erinerungsbildern geraubt wurde. Ein hoch auf die erinnerung in unseren herzen, die bestimmt nie angerührt werden wird!!!!!
Drücker aus dem kuschligen bett von lima, sarita

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