8/16/2012

El sultan de los Andes bajo mis piernas

Miau. Hier hab ich eines der sehr scheuen Vicunha vor die Linse bekommen :) Die sind wunderbar hübsch, irgendwie total edel und ihr Fell glitzert wie golden. Total passend zum Sultan der Anden, dem CHIMBORAZO. Kein Wunder dass sie nur hier leben, in der Höhe, die noch einige Vegetationsbröckelen übrig lässt. Das ist nicht mehr als knorrige Kräuterbüschel und ein bisschen hartes Gras, aber es reicht anscheinend :)
 Denn ein Paar Meter weiter oben (so ca. 4800 m.ü.NN), da wächst dann schon gar nichts mehr und es gibt nur Schotter, Nebel und beeindruckendes Vulkangestein. Der Chimborazo ist ein uralter unaktiver Vulkan, der mit seinem schneebedeckten Gipfel (okay, eigentlich hat ein Vulkan ja kein "Gipfel", komisch.. :D) aus einer wunderschönen Andenlandschaft voller Täler und Schluchten herausragt. Er ist 6300 m hoch und somit der höchste Vulkan von, hm. Keine Ahnung. Auf jeden Fall ist er irgendein Superlativ. Haha.
Ach ja und was ganz ganz tolles: Dank seiner Lage ist sein höchster Punkt, der mit der größten Distanz zum Zentrum der Erde. Haha. K2 im Himalaya kann da mal schön zuhause bleiben.
Wir sind vom primer refugio bis zum segundo refugio gewandert und dann noch ein Stückchen höher, wo uns unser Guide liebevoll für Fotos arrangiert hat. Turnend, springend, mit Lagune und Nebel. Alles dabei :D
Haha total lieb, der Joel und mit ihm kann man sich nirgendwo verlaufen, auch wenn ganz plötzlich innerhalb einer Sekunde der Nebel so dicht wird, dass man keine 3 m mehr sieht. Ausserdem kann er mit seiner Zunge trillerpfeifen.Sehr empfehlenswert, dieser Guide.
 Okay. Der Audruck dieses Fotos geht jetzt vielleicht aufgrund der schieflage etwas verloren, aber vielleicht kann man ja einfach den Kopf einmal nach links neigen. Oder den Bildschirm drehen, je nachdem wie aufwendig ist (Ich hafte nicht für mögliche Verletzungen.) Oder man lässt es einfach.
Auf jeden Fall ist es ein Handstand und es war ziemlich witzig, da so in der Einöde auf 5100 m rumzuturnen.
 So, hier mal den Sultan persönlich. Joa. Man sieht nich viel, ne. Is halt neblig, so in der Höhe.
 Das ist im ersten Basecamp. Die Familie, die es betreibt lebt dort das ganze Jahr über und kümmert sich herzlich um jeden Kletterer und Wanderer und überhaupt alle. Total schön, mit Ofen, Holzbänken und einem Dauerduft nach kräftigen Suppen und Tee :)
Und dann noch eine Schlucht, die man vom Weg aus passiert. Wie gesagt. Einfach total charakteristisch für diese Landschaft und schon ein AHA-Moment, wenn man von oben reinschaut.
Und hier noch die Sicht auf die Gesteinsschichten, die sich von den verschiedenen Eruptionen des Vulkans im Laufe der Jahrtausende/ Jahrmillionen (Er stammt aus der Ära des Pleistozän, ungefähr vor 2,6 Mio Jahren!!!! AHHH!) gebildet haben. Sehr emotional für mich, sich sowas so richtig vor Augen zu führen. Wahnsinn.

Ja. Danke für die Aufmerksamkeit, soviel zum Chimborazo.
Gerade sind wir in Banos, was schonwieder eine ganz andere Landschaft ist. Feucht, im Tal, alles voller Wald und Wasserfällen. Nicht umsonst heisst der Ort "Bäder", es gibt unzählige Thermen, Bäder, Spas und Kaskadenfälle und es ist sehr ruhig hier. Leider regnet es gerade so ziemlich den ganzen Tag und die Wolken hängen so tief im Tal, dass sie beinah die Turmspitze der Iglesia berühren :)
Aber ansonsten sehr nett hier. Mountaninbike und Wandern schreit nach uns und warme Wasserbecken :)

Also dann, machts gut Freunde und bleibt frisch und fröhlich. Ojala que en Alemania todo sea lindo y ustedes tengan un verano estupendo :)

2 Kommentare:

  1. Die gestrickten Socken von Oma sind halt doch spitze (:

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  2. Es gibt kaum einen Tag, an dem ich Gott nicht dankbar bin für meine Omi.
    Und ausserdem sind die Ecuadorianischen Mamis immer ganz begeistert, dass die Leute in Deutschland auch stricken können :D <3

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